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17.07.2018

Ahnenforschung


Viele fragen sich, ob es überhaupt noch zeitgemäß ist, in die Vergangenheit zu schauen. Die Antwort darauf gibt uns Dietrich Bonhoeffer. Er gehörte dem deutschen Widerstand gegen Hitler an, wurde im April 1943 verhaftet und am 9. April 1945 im Konzentrationslager Flossenbürg hingerichtet. Aus einer Haft schrieb er an seine Familie:



Höre die Stimme der Vergangenheit!
Verliere dich nicht selbstherrlich an die flüchtige Gegenwart!
Sei treu der guten Art deiner Familie
und überliefere sie Kindern und Enkeln!



Folgende Quellen zur Erforschung der Wüllener Familien stehen zur Verfügung:

-Willkommschatzung aus den Jahren 1498 und 1499
-Rentenschatzung des Kirchspiels Wüllen um 1540
-Erbherrenschatzung des Kirchspiels Wüllen um 1553
-Personenschatzung des Kirchspiels Wüllen 1664 (veröffentlicht in: Wüllen – Bausteine zur Geschichte eines Dorfes im Westmünsterland, Teil I, S. 51 – 98)
-der Status animarum 1750 (veröffentlicht in: Wüllen – Bausteine zur Geschichte eines Dorfes im Westmünsterland, Teil II, S.149 – 216)
-die Populationsliste 1806 (veröffentlicht in: ebenda S. 217 – 265)
-die Conskriptionsliste 1807 (veröffentlich in: ebenda S. 266 – 290)
-Volkszählungslisten aus den Jahren 1840, 1843, 1846 (einsehbar im Stadtarchiv Ahaus) und Meldebücher (einsehbar ebenfalls im Stadtarchiv Ahaus)

Die wichtigste Quelle für Ahnenforscher sind die Kirchenbücher. Der Heimatverein Wüllen hat sie von Herrn Martin Heilken aus Reken digitalisieren lassen. 17123 Taufen und Heiraten sowie 9048 Sterbefälle aus den Jahren 1669 – 1875 sind registriert. Per Mausklick gelangt man sehr schnell zu seinen Vorfahren.

Eine weitere Forschungsquelle in der Ahnenforschung sind die Totenzettel.
Neben der digitalen Datenbank des Heimatvereins mit Daten aus den Wüllener Kirchenbüchern kann deshalb auch das digitale Archiv für Totenzettel, das im Landeskundlichen Institut in Vreden aufgebaut wird, genutzt werden.

Träger dieser Datenbank ist die Arbeitsgemeinschaft Genealogie des Kreises Borken.

Die Wüllener Totenzettelsammlung umfasst zur Zeit 10.000 Exemplare, die meisten mit Bezug zu Wüllen und Umgebung sowie einige wenige zum Ausland.
Es handelt sich zumeist um Kopien. Der älteste Totenzettel stammt aus dem Jahre 1861.


Genealogische Sprechstunde: nach telefonischer Anmeldung bei Hubert Feldhaus, Tel.: 02561-81668


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Auch die örtlichen Zeitungen sind für die Heimatforscher und Genealogen ein wichtiges Hilfsmittel und beliebte Quelle bei der Recherche nach Fakten und Daten aus früheren Zeiten. So besteht im städtischen Ahauser Archiv die Möglichkeit, die dort auf Filmchips gespeicherten Zeitungsartikel auf einem Bildbetrachter sichtbar zu machen und für die eigene Forschungarbeit zu nutzen.


Genealoge Hubert Feldhaus

Genealoge Hubert Feldhaus im Archiv der Stadt Ahaus vor dem Bildbetrachter auf der Suche nach einem Zeitungsartikel aus den 40iger Jahren



Foto u. Text: H.A.
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MLZ-Artikel vom 02.05.2016


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Genealogentagunmg 2016


MLZ-Artikel vom 02.11.2016




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Genealogentagung 2
Genealogentagung

Artikel in der Münsterland Zeitung vom 27.10.2010


Artikel in der Münsterland Zeitung vom 27.10.2016 


Wir befinden uns im „Digitalen“ Zeitalter. Ahnenforschung kann man sich ohne die heutige moderne Digital-Technik kaum noch vorstellen.
Die auf dem Gebiet Genealogie anfallende riesige Menge an Daten kann nur mit Hilfe dieser Technik erfasst und geordnet werden.
Alle Daten müssen aber zusätzlich für die Nachwelt gespeichert und dauerhaft gesichert werden können sowie zu jeder Zeit schnell und einfach abrufbar sein und auch bei rasant fortschreitender Entwicklung in diesem technischen Bereich immer „lesbar“ bleiben.
Hierbei ergeben sich neben den unbestrittenen Vorteilen bei der Nutzung von Computer etc. Schwierigkeiten und Gefahren für die Archivierung.
Diesbezügliche Fragen waren unter anderem Thema der Fachtagung in Wessum. (s. obigen Artikel in der Münsterland Zeitung vom 27.10.2010)
MLZ-Artikel (Kreis) vom 28.04.2017


Text: H.A.
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Auszug aus dem Heiratsregister der St. Bonifatius-Kirche in Spring-Lake, Kanada

Der Wüllener Bernhard Johann Bentfeld, wurde. am 25.10.1873 vom Pfarrer Emmerich Welsing getauft. Seine Eltern wohnten in Ortwick Nr. 5 a (Leibzucht von Boyer-Wesker) Johann Bernhard Bentfeld wanderte im Jahre 1903 nach Amerika aus. Er erreichte am 1. April New York auf dem Schiff Kaiser Wilhelm und reiste weiter nach Kanada. In Provinz Alberta pachtete er eine Farm. 1909 reiste er nach Deutschland zurück und fuhr Anfang 1910 mit seiner Braut Anna Blumenau in die USA nach Bosten.

Am 29. März 1911 heirateten sie in Spring Lake, Provinz Alberta, Kanada. Spring-Lake ist ein Dorf 40 km westlich von der Stadt Edmonton. Zur kirchlichen Trauung mussten sie Taufbescheinigungen aus den Heimatgemeinden vorlegen, die sie sich vor der Ausreise besorgt hatten. Somit konnte die Heirat in Spring Lake in Kanada stattfinden. Die vollzogene Eheschließung musste der Heimatgemeinde mitgeteilt werden. Pfarrer Joseph Molitor erhielt dieses Schreiben, von der St. Boniface Kirche in Springlake, das im Wüllener Pfarrarchiv liegt.

In dem Auszug aus dem Heiratsegister steht, dass:
1) Bernardus Johann Bentfeld am 25. 10.1873 in der Wüllener Kirche getauft wurde und seine
Eltern Johann Bentfeld und Maria Witte hießen,
2) Anna Christina Blumenau am 11.04.1891 in der Ahauser Kirche getauft wurde und ihre
Eltern Johann Blumenau und Anna Thesing hießen und
3) Otto Hellmig und Anna Hellmig Trauzeugen waren.
Unterzeichnet ist das Dokument vom Pfarrer Joseph Seltmann




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Schreiben der St. Bonifatius-Kirche in Spring-Lake an den Wüllener Pfarrer Molitor




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Auszug aus dem Heiratsregister der St. Bonfatius-Kirche in Spring-Lake in Kanada.
Das Dokument ist in lateinischer Sprache verfasst.

Anna Blumenau starb nach der Geburt ihres siebten Kindes im Jahre 1920. Der Witwer Bernhard Johann Bentfeld reiste 1921 nach Deutschland und heiratete Maria Guhle aus Rothenberge bei Wettringen Aus der zweiten Ehe entstammten sechs weitere Kinder.

Al Bromling, (ein Neffe des Bernardus Johann Bentfeld), und seine Frau Friederika besuchten im Oktober 2008 den Ahauser Familienforscher Alfons Nubbenholt. Ein ausführlicher Bericht darüber findet sich in der Münsterland Zeitung vom Donnerstag, 20. Oktober 2008


Hubert Feldhaus, Wüllen und Alfons Nubbenholt, Ahaus


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Die Fachgruppe beschäftigt sich auch mit der Heimatgeschichte von Wüllen. Die Ergebnisse werden jährlich in den Wüllener Heimatblättern veröffentlicht. Ausführliche Aufsätze zur Geschichte Wüllens sind in unseren Publikationen veröffentlicht. (Siehe Literatur!)







Ansprechpartner:

Marco Lange-Perez
Wilgengrund 14
48683 Ahaus-Wessum
Tel.-Mobil: 0177-3298188



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